

Ein Spiel von Michael Tummelhofer, erschienen im Hans-im-Glück-Verlag
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Findige Spieler haben
für dieses Spiel eine sogenannte
"Hunger-Strategie" entwickelt. Diese sieht so aus, dass man völlig
darauf verzichtet, seine Arbeiter zu ernähren (außer natürlich in den
ersten beiden Runden, wenn sowieso Nahrung vorhanden ist), jede Runde
zehn Minuspunkte in Kauf nimmt, aber die Arbeiter für andere
Dinge – Rohstoffgewinnung, Gebäudebau etc. – einsetzt. Zu Beginn werden
die Arbeiter vor allem auf die Hütte gesetzt, um möglichst schnell auf
zehn Personen zu kommen.
Diese Strategie setzt darauf auf, dass die "Strafe" von zehn Punkten
konstant ist, unabhängig davon, ob man nur einen oder zehn Leute nicht
ernähren kann. Und für zehn nicht ernährte Personen ist die Strafe in
der Tat sehr gering!
Die Strategie ist vor allem im Spiel zu dritt und zu zweit recht
erfolgreich,
allerdings kann ihr auch gut begegnet werden, indem die anderen Spieler
zum einen selbst die Hütte besetzen und zum anderen auf ein rasches
Spielende hinarbeiten, da der "Hungerleider" einige Zeit braucht, um
seine Minuspunkte wieder wettzumachen.
Da das Spiel vom Thema her natürlich nicht darauf angelegt ist, seine
Leute hungern zu lassen – obwohl der Autor selbst diese
Strategie ausdrücklich zulassen will – gibt es im Wesentlichen
drei Regelvarianten, um diese Strategie von vornherein zu verhindern
bzw. zu unterbinden:
1. Variable Strafpunkte
Je nach Anzahl der hungernden Arbeiter gibt es eine unterschiedliche
Anzahl von Strafpunkten.
Je nicht ernährter Person werden drei Siegpunkte abgezogen, zusätzlich
fünf Siegpunkte dafür, dass überhaupt Leute hungern.
Wird ein Arbeiter nicht ernährt, gibt es also einen Abzug von acht
Punkten, bei zwei nicht ernährten Arbeitern elf Punkte usw.
Auf diese Weise wird ein Spieler, der bei der Nahrungssuche schlicht
und einfach unerwartetes Würfelpech hatte,
nicht übermäßig hart bestraft, aber ein absichtliches Hungernlassen
wird sinnlos.
2. Arbeitsunfähigkeit
In der folgenden Runde wird jeder Arbeiter, der nicht ernährt wird,
neben die Übersichtstafel des Spielers gelegt.
Diese Arbeiter dürfen nicht eingesetzt werden, müssen aber am Ende der
Runde trotzdem ernährt werden.
Werden sie nicht ernährt, bleiben sie auch in der darauffolgenden Runde
neben der Tafel liegen.
Erst wenn genügend Nahrung für alle Arbeiter da ist, dürfen sie wieder
am Spiel teilnehmen.
Die zehn Punkte werden zusätzlich abgezogen.
In der allerletzten Runde spielt es natürlich keine Rolle, ob die
Arbeiter danach noch zur Verfügung stehen.
Deswegen wird bei der Abrechnung der Siegpunkte für Schamanen davon
ausgegangen,
dass die nicht ernährten Arbeiter gar nicht vorhanden sind,
es für diese also bei der Schlussabrechnung auch keine Punkte gibt.
3. Nachschub
In der folgenden Runde wird jeder Arbeiter, der nicht ernährt wird,
mit der ersten Aktion des Spielers auf Nahrungssuche geschickt.
Der Spieler darf auch mehr Arbeiter auf Nahrungssuche schicken, als in
der vorigen Runde nicht ernährt wurden.
Die zehn Punkte werden natürlich zusätzlich abgezogen.
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2008 – Letzte Änderung: 15. August 2008